“Bitte was ist eine Katzenbürste?”

So, damit kommt jetzt auch ein neues Label. Ich schwankte lange Zeit zwischen “beruflicher Werdegang” und “gefilmt”. Unter ersteres kann ich viel mehr Sachen packen (zum Beispiel die Gespräche mit Ehemaligen am Freitag), die aber trotzdem auch mit Filmen zu tun haben, weil mein beruflicher Werdegang ja praktisch meinen Weg zur (hoffentlich) prakitzierenden Kamerafrau beschreibt. “Gefilmt” hätte allerdings natürlich besser zu den restlichen Etiketten gepasst und würde nicht so schwulstig klingen. Naja, ich kann mich ja noch umentscheiden.

Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich meinem Werdegang zwei lebensverändernde Erlebnisse passiert sind. Aber sind zwei Dinge zum Thema “Filmen” passiert und die haben mich veranlasst, nun auch dafür ein Label zu verwenden.
Einmal habe ich es endlich geschafft, die Anmeldung für die Werkstatt für junge Filmer vom Bundesverband für Jugend und Film abzuschicken. Es findet über Pfingsten in Wiesbaden statt und es ist die allererste Veranstaltung solcher Art, die ich besuche. Ich bin sehr gespannt und freue mich sehr. Vor allem, weil ich auf meine Anmeldung eine super nette Mail erhalten habe und weiß, dass ich als Newbie eine Begleitperson erhalten werde. Uhuh.
Das Haus, wo dieses Wochenende stattfinden wird, sieht sehr schön, hell und freundlich aus und die Bilder lassen die Vorfreude noch größer werden. Yippieh!

Zum Zweiten versuche ich gerade (bzw. wünsche mir, ich würde es zumindest versuchen) Klausurvorbereitungen mit einem Filmauftrag unter den Hut zu bringen. Hier im Ort gibt es eine kleine Laienschauspielergruppe, die einmal im Jahr ein Stück aufführen. Da wir einige davon kennen und zwei sogar im selben Haus mit uns wohnen, kam ich am schicksalschweren Tag des Stromausfalls nach Kyrill mit ihnen ins Gespräch und hörte, dass sie gerne noch jemanden haben würden, der die Aufführung filmt.
Die beiden Aufführungen (“Zeugin der Anklage” von Agatha Christie) waren Freitag und Sonntag, ich war allerdings schon bei den letzten zwei Proben dabei. Dementsprechend konnte ich den Text auch ein bisschen und merkte immer, wenn Aussetzer oder Verdreher kamen.
Am Freitag habe ich mit Stativ von weiter hinten gefilmt und am Sonntag mit meinem Monopod aus der zweiten Reihe. Der Ton ist ganz gut. Die Farben sind ganz ok, wenn auch aufgund der Scheinwerfer nicht so dolle.
Ein anderes Problem machte mir mehr zu schaffen: die Aufnahmen mit dem Stativ habe ich von ganz links gemacht. Durch Perspektive und Fluchtpunkte und blablabla sieht es immer, wenn ich rangezoomt oder nach links geschwenkt habe, so aus, als wenn ich die Kamera immer in einem Winkel von 50° gehalten hätte. Ich überlege noch, ob ich das irgendwie in den Vor- oder Nachspann schreiben soll. :ugly:
Das Stück dauerte fast genau drei Stunden. Ich habe bisher erst den ca. 40 minütigen 3. Akt geschnitten. Ich schreibe Mittwoch eine Deutschklausur, muss bis Freitag die Lektüre zuende gelesen haben, schreibe Montag Englisch, Donnerstag Geschi (wofür ich heute schon anfangen sollte zu lernen …), …
Gott sei Dank steh ich nicht unter Druck. Aber ich würde das jetzt doch gerne so schnell wie möglich hinter mir haben, weil mir der Text mittlerweile ungemein auf die Nerven geht.

Kommenden Freitag haben alle Schüler aus meiner Stufe ein Gespräch mit Ehemaligen, die denselben oder einen ähnlichen Beruf ergriffen haben. Ich bin noch mit drei anderen in der Gruppe “Journalistik und Medien”, von der eine Schauspielerin werden will. Was diese Frau, die dann da kommt, ist und mit uns besprechen will, habe ich keine Ahnung von.

One Response to ““Bitte was ist eine Katzenbürste?”

  • Ich drücke dir die Daumen dass der Lehrgang superdupertoll wird und du viel Neues mit nach Hause nehmen kannst. :)

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