Er knackt nur noch ein bisschen

Yaaay – langes Wochenende! Und Lefa kann sich einigermaßen wieder bewegen. Gott segne unseren Chiropraktiker ((ich glaube die werden wirklich so geschrieben)), seine Familie und die Kuh.
Wenn es auch eine Weile gedauert hat, bis dieser glückselige Zustand einsetzte. So teilte mir die Assistentin heute morgen um 7:45 Uhr ziemlich kurz und knapp mit, dass ich um 9:45 Uhr da sein sollte.
Lefa trottet also früh genug los, um um 9:45 Uhr in der Praxis zu sein. Um 9:43 Uhr stellt sie fest, dass die Praxis sehr voll ist. Im Wartezimmer kein Platz mehr frei und selbst in einem Nebenraum mit “Kabinen” haben Patienten aufgrund von Platzmangel die Liegen in Beschlag genommen. Lefa macht gute Miene zum bösen Spiel und setzt sich auf einen Hocker. Über den ignorierten Ratschlag, sich für die Wartezeit ein Buch mitzunehmen, braucht sie sich gar nicht erst zu ärgern, da es ziemlich anstrengend ist, sich die ganze Zeit ein Buch auf Augenhöhe zu halten, ohne den Kopf zu bewegen.
And then?
She waited.

Irgendwann dann konnte ich einen Wechsel ins Wartezimmer vornehmen. Was allerdings nicht bedeutete, dass die Wartezeit dadurch verkürzt wurde.
Nach einer Weile findet man auch das anfänglich interessante Info-Plakat zu Zeckenbissen, FSME und Borreliose eklig und das ständige Geklingel des Telefons geht einem auf die Nerven. Zwar ist es interessant, die hektischen Aktivitäten der Assistentinnen zu beobachten, jedoch ist dieses Interesse sofort in den Hintergrund gedrängt, wenn eine weißgekleidete, junge Frau sich der Wartezimmertür nähert und ihren Mund für die schicksalshaften Worte öffnet – meinen Namen. Zu diesem Zeitpunkt saß ich etwa 70 – 80 Minuten herum – optimale Bedingungen für verkrampfte Muskeln.
Nach dem erstaunlich kurzen Einrenken war es allerdings noch nicht vorbei. Ich kriegte einen gelben Zettel in die Hand gedrückt und nahm erneut auf dem Stuhl vor den Kabinen Platz. Nach erneuten 20 – 30 Minuten ((Diesmal konnte ich in einer Zeitschrift blättern. Ohne lahme Arme zu bekommen. :-D )) durfte ich dann auf einer Liege Platz nehmen und bekam vier Saugknöpfe auf den Rücken gepappt, die diesen die nächsten 10 Minuten bearbeiteten. Dieses Prozedere muss ich noch viermal machen – hoffentlich hilfts.
Letzendlich war ich zweieinhalb Stunden wieder da, nachdem ich das Haus verlassen hatte. Und die ganze Zeit war der Backofen an. :oops:

Und da ich ja ein unheimlich pflichtbewusstes und cleveres Mädchen bin, habe ich alle die Aufgaben auf heute aufgeschoben. Ich muss also noch einen ganzen Berg wegspülen, einkaufen gehen und in Elspe anrufen. Optional auch noch Physik lernen und Schrank ausmisten.
Aber erstmal esse ich. Die Blauschimmel-Käse-Füllung-Baguettes, die meine Eltern mir hiergelassen haben. Sie haben dafür die Thunfischpizza weggegessen. Hab euch auch lieb.

3 Responses to “Er knackt nur noch ein bisschen

  • Gratulation zur Wiedererlangung deiner Bewegungsfähigkeit. ;-)

  • Sollten die Saugnäpfe nicht normalerweise vor dem Einrenken kommen? Eigentlich sollen sie (möglichst in Verbindung mit einer Rotlichtlampe und kleinen Stromstößen) die Muskeln lockern, damit das Einrenken auch recht erfolgreich ist… (Ich spreche da aus Erfahrung :P)

    • Auf meinem gelben Zettel steht, dass das Interferenz heißt und ich das insgesamt 5x machen muss. Er nannte es auch Strahlenbehandlung. Ansonsten habe ich da keine Ahnung, habe auch schon hin und her überlegt.
      Also einmal direkt nach dem Einrenken finde ich auch noch logisch – aber was mir das nächste Woche bringen soll? Obwohl direkt vor dem Einrenken – das tut doch weh? Der Schmerz sitzt ja an einer bestimmten Stelle (er ist da wieder mit diesem Rädchen drübergefahren *zuck*) und wenn sie da die Saugnäpfe vorher draufgesetzt hätte – ich wäre schreiend rausgerannt.
      Meine Mutter musste auch schon mehrmals eingerenkt werden (liegt in der Familie ;-) ) und hat auch erst nachher die Saugnäpfe bekommen.

      Wikipedia sagt leider auch nichts dazu.

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