Histaminreich in Dublin

Ok, ich sitze jetzt hier gerade alleine in der Pizzeria und packe meinen Dana aus. Peinlich? Peinlich!
Also eigentlich bin icht ja nicht alleine. Aber Mene und Lara sind rauchen. Pshah! Und die gruene Lasagne wird einiges kosten, hoffentlich schmeckt sie dann wenigstens.
Also, first day in Dublin – nein, wir sind noch nicht auf Englisch eingestellt. Wir wollten gerade zwei Pizzen mit “to gange” bestellen – schoen, wenn man nicht alleine ist. Im Hostel wohnt auch eine daenische Gruppe. Hach, Heimat. Aber von vorne.
Ja, ich lebe noch! Weder ist das Flugzeug abgestuerzt, noch bin ich an einem Herzinfarkt oder Asthmaanfall gestorben. Der Hamburger Hauptbah- Fluuuughafen ist gross, hell und fuer mich unorientierbar. Und die Wartezeiten sind nervig.
Und dann in dem Flugzeug selber. Gnihihi. Ist ja gar nicht sooo gross. Und nur so kleine Fenster! Da Julia, Laura und ich als letzte von der Gruppe eingecheckt hatten, sassen wir ziemlich weit hinten. Unsere Sicht wurde also nicht vom Fluegel gestoert. Und ich durfte sogar am Fenster sitzen.
Der Start ist … seltsam. Ehrlich gesagt machte mir die Periode, wo das Flugzeug noch auf dem Boden war und halt nur immer schneller wurde, mehr Sorgen als der Zeitpunkt, als wir dann abhoben und flogen. Und der Zeitpunkt, wo man durch die Wolken durchfliegt ist soo cool! Die Wolken sind sowieso cool. Von oben noch viel toller als von unten. Was es da alles gibt! Manchmal sieht es wie einfach wie eine geschlossene Schneedecke aus, manchmal gibt es ganz tolle Gebilde und Formen und manchmal sind es einfach nur Watteflauschen. Und das Wetter! Natuerlich toll. Ueber den Wolken und so halt, ne. Kann das nicht immer so sein? Wenn die Wasserflaechen die Sonnenstrahlen durch die Wolken reflektierten – :herzchen:
In England war nicht so gutes Wetter. Oder zumindest gab es da eine dicke Wolkendecke. Es ist lustig, wenn man selber im strahlenden Sonnenschein fliegt und unter einem wahrscheinlich die Leute gerade den Regen verfluchen. Es war auch sehr windig. Ueber England gab es an einer Stelle Turbulenzen, sodass wir uns wieder anschnallen sollten. Es wackelte zwar ziemlich, aber nach ein paar Minuten war es wieder vorbei.

Die Landung war sehr viel unangenehmer als der Start. Dort hatte ich nix von Bauchkribbeln gemerkt, aber dieser staendige Druck beim Landen ist einfach nur eklig und unangenehm. Ausserdem merkte man dann, wie eklig auch das Wetter in Dublin ist. Uaeh.
Vom Blughafen wollten wir dann mit dem Bus zu unserem Hostel fahren. Da kam die erste Erkenntnis – OMG! Wir sind in Irland! Denn der Fahrer des Doppeldeckerbusses hat eine abgeschottete Kabine auf der rechten (falschen!) Seite. Und man muss das Geld abgezaehlt haben. Weil man es in einen Automaten einwirft, der einem dann das passende Ticket ausdruckt. High Tech, aber unsinnig. Sowieso muss man wohl in Irland alles passend haben. Eben im Restaurant haben wir geschlagene zwanzig Minuten da gesessen und darauf gewartet, dass der Kellner kommt und, nachdem er die Rechnung gebracht hatte, das Geld abholen kommt. Nach einigen Diskussionen konnten wir dann am Nachbartisch beobachten, dass unsere Vermutung stimmten: man legt das Geld einfach auf den Tisch und geht. Super. Wir hatten es aber nicht passend. Und zwanzig Euro Trinkgeld ist dann doch etwas viel. Weitere Erkenntnisse:
– die Ampeln geben gar lustige Geraeusche von sich. Ich kriege jedes Mal zuerst einen Schrecken und dann einen Lachflash. Unbedingt filmen!
– die Leute halten hier halten nicht viel von Verkehrsregeln. Sowohl fahren die Autos sehr schnell (auf der falschen Seite!), aber ganz besonders die Fussgaenger sind hier sehr todesmutig. Dauernd laufen sie ueber die Strasse und rote Ampeln werden komplett ignoriert, so lange kein Auto in der Naehe ist. Einmal war ein “Stau” so lange, dass er ueber die Ampel ging, und obwohl diese noch rot war, liefen saemtliche Iren wie auf ein Kommando los. Wir outeten uns von Anfang als Touristen, da wir, eine grosse Gruppe von ueber 20, stundenlang an einer roten Ampel warteten, waehrend die Leute um uns rum einfach ueber die Strasse liefen.
– Rucksaecke haben was. Vor allem, wenn man erstmal wieder Kilometer zum Hostel laufen muss, weil man wasweisichwieviele Haltestellen zu frueh ausgestigen ist. Vorher informieren, vielleicht?
– fuenf Leute in einem winzigen Vierer-Zimmer kann sehr eng sein. Und die Stimmung trueben. Schade.
– Gaelisch ist ueberall. Memo: Fotos/Filmaufnahmen von gaelischen Busbeschriftungen, Strassen- und Restaurantschildern machen. “Lana” (mit Querstrich ueberm ersten A) heisst Bus. Steht auf der Strasse an der Haltestelle. Direkt unter “bus”.
– In diesem Hostel gibt es WiFi, aber keine Schraenke auf den Zimmern. Mit fuenf Leuten in einem winzigen Vierer-Zimmer nicht gerade optimale Vorraussetzungen. Wir muessen sozusagen in Schichten aufstehen, uns umziehen und umdrehen.

Und jetzt gehe ich ins Bett. Morgen kommt Citywalk.
Wetter: bessscchh-eiden. Typisch irisch. Eben hats angefangen zu fieseln.

One Response to “Histaminreich in Dublin

  • Es ist immer wieder witzig, von den ersten Flügen von anderen zu erfahren… mei, ich bin glaube ich jenseits der 60. :ugly:

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