Erste Fotos aus dem Heimstudio

Studio Experimente

Studio Experimente

Canon 50mm f/1.8 @ 1/125 sec @ f/11.0 @ 160 ISO

Das ist Whisky-Cola und unsere neuen Whiskysteine. Nicht, dass das wichtig sei, denn darum geht es hier nicht. Stattdessen geht es darum, dass diese Fotos mit unseren neuen Studioblitzen aufgenommen sind. Sogar der schwarze Hintergrund kam in Gebrauch, wo erstmal an die Wand geklebt.

Ich habe keine Erfahrung mit Studiosystemen und kenne nur unzählige Lichtdiagramme, die es reihenweise im Internet und diversen Büchern gibt. Zum Beispiel sowas (Class one-light portrait setups to try out now – Bild), sowas (Studio essentials – Bild), sowas (Free portrait lighting guide: 24 essential studio lighting set-ups) oder sowas (Light modifiers – Bild).

Sowohl die Whisky- als auch das nachfolgende Rosé-Foto wurden so beleuchtet und aufgenommen:

Studioexperimente

Beide Blitze mit Softbox auf gleicher Höhe von beiden Seiten. Wir haben etwas mit der Stärke der Blitze gespielt um sie besser kennenzulernen, und auf den meisten Fotos ist der auf dem Foto rechts zu sehende Blitz heller als der links. Das sieht man bei den Whiskygläsern auch an dem leichten Schatten nach links.

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Canon 135mm f/2.0 @ 1/160 sec @ f/11.0 @ 160 ISO

Die Verschlusszeit ist mit 1/160 Sekunden für ein Bewegungsfoto eigentlich relativ langsam, aber die Blitze scheinen nicht sehr schnell (je schneller der Blitz, desto größer der Preis) und das die maximale Verschlusszeit, die man sich erlauben kann ohne Probleme damit zu kriegen, dass die Vorhänge auf dem Foto sichtbar werden. Dazu kann man mehr unter Blitzsynchronzeit (auf Englisch und mit Beispielfotos: Neil van Niekerk – High Speed Sync) lesen.

Die Reflexion der Softboxen heben die Form des Sektglases aber trotzdem wie gewollt wunderbar hervor, da ist die kurze Synchronzeit bisher auch egal.

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Canon 50mm f/1.8 @ 1/160 sec @ f/14.0 @ 160 ISO

Da wir ja aber irgendwann auch mal Menschen in unser Studio einladen und fotografieren wollen, reicht es nicht ganz, nur Objekte zu fotografieren. Da mussten wir dann leider auch selber herhalten, um die verschiedenen Anordnungen der verschiedenen Lichtquellen für verschiedene Portraitsituationen auszustesten. Wir haben uns sehr geopfert, wie ihr seht. ;P

Ein Lichtaufbau, den ich schon immer faszinierend fand und austesten wollte, ist der, der oft für dramatische Portraits von Sportlern verwendet wird. Wie bei den Whiskyfotos werden die Blitze auf beiden Seiten des Models aufgestellt und blitzen mit gleicher Intensität. Das Foto wirkt dadurch so dramatisch, da die Lichtsituation für das menschliche Auge ohne eine hauptsächliche Lichtquelle unnatürlich scheint.

Studio Experimente

Canon 135mm f/2.0 @ 1/160 sec @ f/11.0 @ 160 ISO

Studio Experimente

Canon 50mm f/1.8 @ 1/160 sec @ f/11.0 @ 160 ISO

Ein natürlicheres Setup, das oft als Standard für schnelle Portraits verwendet wird, beinhaltet ein stärkeres Hauptlicht und schwächeres Aufhelllicht. Normal hat man dann auch noch ein Effektlicht für Haare und Schultern.

Studio Experimente

Canon 50mm f/1.8 @ 1/160 sec @ f/14.0 @ 160 ISO

Studio Experimente

Canon 50mm f/1.8 @ 1/160 sec @ f/14.0 @ 160 ISO

(Ja, wir haben ein Schwert. Wir brauchen nur noch einen Platz in der Wohnung, wo wir es aufhängen können.)

Und um auch etwas extremere Situationen auszutesten, habe ich bei einem Blitz die Softbox entfernt:

Studio Experimente

Canon 135mm f/2.0 @ 1/160 sec @ f/18.0 @ 160 ISO

Was viel schwerer ist, als man anfangs erwartet: dass man ja nicht nur Licht einstellen und positionieren muss, sondern auch die Personen relativ dazu. Besonders wenn man eine bestimmte Geschichte mit dem Foto erzählen will, fordert das einiges an Überlegung.

Ansonsten macht es super viel Spaß, schnell und einfach selber rumspielen und lernen zu können. Wobei unsere Wohnung natürlich ziemlich chaotisch aussieht und plötzlich überall Triggers, Objektive, Objektivdeckel, Alufolie und Light Modifiers herumliegen. Und die schwarze Hintergrundpappe heute morgen mit lautem Getöse von der Wand fiel und einige Flaschen umwarf. :D

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